© 2019 Christian Pöschel

 

Kondolieren

Mitleiden: So kondolieren Sie richtig

Ein Händedruck oder eine Umarmung sind die wohl aussagekräftigsten Möglichkeiten, sein Beileid auszudrücken. Wenn die Möglichkeit zur persönlichen Kondolenz nicht besteht, ist ein handgeschriebener Gruß die verbindlichste und individuellste Lösung.

Einige Formulierungen haben sich bewährt, um je nach persönlicher Nähe zu den Hinterbliebenen Verwendung zu finden:

Anrede

Freunde und Bekannte:

- Liebe Sabine, lieber Thomas,

Vorgesetzte und Kollegen:

- Sehr geehrte Frau med. Küttner,

- Sehr geehrter Herr Borchard,

Ein guter Beginn

Freunde und Bekannte:

- Ich kann noch nicht fassen/

Wir können noch nicht fassen, dass Dein Bruder einen tödlichen Unfall hatte/uns für immer verlassen hat.

- Wir sind sehr traurig, dass Inge nicht mehr unter uns ist.

- Mit Bestürzung habe ich vom tragischen Tod Deiner Tochter erfahren.

Vorgesetzte und Kollegen:

- Zum Tode Ihres Mannes sprechen wir Ihnen unser tiefes Mitgefühl aus.

- Mit großem Bedauern haben wir heute vom Tode Ihrer Mutter erfahren.

- Zum schweren Verlust durch den Tod Ihrer Frau spreche ich Ihnen mein herzliches Beileid aus.

- Wir teilen mit Ihnen den schmerzlichen Verlust, den Sie durch den Tod von ... erleiden müssen.

Wertschätzung der/des Verstorbenen

Wenn Sie die verstorbene Person gut oder sehr gut gekannt haben, fallen Ihnen sicher spontan Eigenschaften oder Erlebnisse ein, die Sie besonders geschätzt haben und die Ihnen unvergesslich bleiben werden.

- Sie war meine beste Freundin, ich werde sie nicht vergessen.

- Wir hatten ihn sehr gerne, die Lücke, die er hinterlässt, wird nur schwer zu schließen sein.

Wenn Sie ein Kondolenzschreiben für einen Kollegen oder Vorgesetzten formulieren, könnten Sie das etwa so tun:

- In all den Jahren unserer Zusammenarbeit haben wir seine faire, herzliche Art und

vor allem seine fachliche Kompetenz geschätzt.

- Wir können wohl kaum ermessen, welchen Verlust sein Tod für Ihr Unternehmen darstellt.

- Viele Menschen werden sich dankbar und liebevoll an sie erinnern.

- Alle, die sie kennen durften, haben ihre ganz besondere Ausstrahlung und Hilfsbereitschaft geschätzt.

Der gute Schluss

Was wünschen Sie Ihren Freunden jetzt? Einhalt, Ruhe, Zeit zur Verarbeitung der Trauer?

Möchten Sie ein Hilfsangebot formulieren? Auch dies passt sehr gut an den Schluss.

- Sei umarmt.

- Mit stillem Gruß

- In tiefer Trauer und innigem Mitgefühl

- Ich bin sehr traurig und in Gedanken bei Euch.

Stehen Sie dem Trauerhaus nicht ganz so nahe, formulieren Sie den Schluss etwas distanzierter:

- Wir fühlen und trauern mit Ihnen.

- Ich wünsche Ihnen all die Kraft, die Sie jetzt brauchen, um das Leben allein zu meistern.

- Ich kann nur ahnen, wie groß Ihr Schmerz und wie tief Ihre Trauer ist.

 

Die Erbregelung

Die Erstellung eines Testaments ist immer dann sinnvoll, wenn der Erblasser sein Vermögen nach seinen persönlichen Wünschen vererben möchte. Denn rein rechtlich ist die Erbfolge im Bürgerlichen Gesetzbuch eindeutig geregelt. Zunächst haben die „Erben erster Ordnung“ neben dem Ehepartner Anspruch auf den Nachlass eines Verstorbenen. Hierzu zählen die eigenen Kinder und Kindeskinder.

Im Anschluss daran sind weitere Angehörige erbberechtigt, also beispielsweise Eltern,
Geschwister, Nichten und Neffen. Sollten diese Regelungen geändert werden – etwa um einem guten Vertrauten ein Erbe zukommen zu lassen oder die Erbschaftssteuer zu berücksichtigen –, wird das Verfassen eines Testaments oder eines Erbvertrages, der z. B. auch nur bestimmte Gegenstände im Wege eines sogenannten Vermächtnisses enthalten kann, notwendig.

Ein Testament sollte eigenhändig geschrieben und unterschrieben sowie mit Namen, Ort und Datum versehen sein. Ein bei einem Notar erstelltes Testament ist zwar mit Gebühren verbunden, kann sich jedoch zur Vermeidung von Unklarheiten im Gegensatz zu einem eigenhändig verfassten Testament als vorteilhaft erweisen.

Auf der Internetseite des Bundesministeriums
der Justiz und für Verbraucherschutz finden
Sie nähere Informationen:

 

Verfügungen für das Leben

Krankheiten, Unfälle oder andere nicht abseh-
bare Entwicklungen können das Leben gravie-
rend verändern. Was tun, wenn man plötzlich

nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu

entscheiden? Auch hier ist es sinn- und ver-
antwortungsvoll, Vorsorge zu betreiben.

Einige Möglichkeiten stellen wir Ihnen hier
gerne vor. Detaillierte und rechtsverbindliche
Auskünfte und auch vorgefertigte Formulare
erhalten Sie zum Beispiel auf der Website des

Bundesministeriums der Justiz und für Ver-
braucherschutz: www.bmjv.de, oder bei einem

Rechtsanwalt Ihres Vertrauens.

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung
sorgen Sie dafür, dass in einem

schwerwiegenden Krankheits-
fall (oder nach einem Unfall) Ihre

Wünsche bezüglich der medizi-
nischen Behandlung sorgfältig

umgesetzt werden. Sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihre Vorstellungen nicht äußern können, tritt die Patientenverfügung in Kraft. An die sind Ärzte und das
Pflegepersonal gebunden.

Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht regelt die gesetzliche Vertretung in allen Belangen. Alle Rechtsgeschäfte können dann vom Bevollmächtigten

übernommen werden, wenn Sie
nicht mehr handlungsfähig sind.
Dies bedarf keiner richterlichen
Zustimmung oder Anordnung.

Betreuungsverfügung

Mit der Betreuungsverfügung
benennen Sie eine Person, die
gerichtlich als Betreuer eingesetzt wird, falls Sie selbst nicht mehr fähig sind, Entscheidungen zu treffen. In dieser Verfügung können auch Wünsche oder Vorgaben für
bestimmte Situationen festgelegt werden. Im Unterschied zu einer Vollmacht darf der Bevollmächtigte erst dann handeln und entscheiden, wenn das Betreuungsgericht zustimmt.